Noa Wessel

Statt Theater einfach was anderes?

Die Freien Theater in der Krise - Ein Interview mit Noa Wessel

Die Scheinwerfer bleiben aus, die Strichfassungen ungestrichen und die Bühnen leer. So weit, so trist. Die Spielzeiten in der Theaterrepublik sind vorerst gelaufen, und doch bleibt die Hoffnung, dass es an den großen Häusern irgendwann irgendwie weitergeht. 

Was aber passiert mit jenen Kreativen, bei denen kein staatliches Theater den kulturellen, und mehr noch, den finanziellen Absturz auffängt? Was ist mit den Theatermacher*innen der Freien Szene?

Sie telefonieren, verhandeln mit Festivals und streamen gegen die Existenzangst an, denn wie, und ob, es überhaupt mit ihrer Kunst weitergeht, ist vollkommen unklar, erzählt die Theatermacherin Noa Wessel im Interview. 

Darüber hinaus stellen sich im Gespräch mit ihr weitere, drängende Fragen wie:
Kommt das große Revival des ZDF Theaterkanals? Wie lange noch gilt das aktuelle Hartz IV-Angebot zu absoluten Sonderkonditionen? Und kann DAS THEATER überhaupt im digitalen Raum existieren. 

Antworten darauf könnten das Örtchen Oberammergau und der Katholizismus liefern, aber hört selbst. 

Die Theatermacherin und Schauspielerin Noa Wessel spricht über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Freien Theater. 

Mit ihrem Mann und drei Kollegen betreibt sie seit 2004 das Theater zwischen den Dörfern in Bredenbeck, welches mit eigenen Kinder- und Jugendtheaterstücken durch ganz Deutschland tourt. Sie coacht darüber hinaus Amateurtheatergruppen und ist Teil des Hildesheimer Ensembles TheaterKolchose

Noa Wessel
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Bild mit freundlicher Genehmigung von Noa Wessel
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