#Netz DG

Post-Kolonialismus, Post-Moderne, Post-Industrialisierung, Post-Fordismus, … 2018 scheint unsere Gesellschaft sehr Post. Schön, dass wir wissen, was wir alles überwunden haben, was wir alles nicht mehr sind , was wir alles besser gemacht haben. Was definiert uns, die Gesellschaft heute, was nicht durch Überkommen des Alten entstanden ist? Post-Digital, nein, das würden wir (noch) nicht sagen . Wir sind digital.

Wie eine Kommilitonin neulich in einem Seminar sagte:

„Ich kann mir nicht vorstellen, jetzt in Scharen auf die Straßen zu gehen und eine Revolte gegen das System zu starten. Das passt irgendwie nicht in unsere Zeit.“

Stimmt. Wir machen lieber den Laptop auf als die Haustüren.
Auf sozialen Netzwerken wie Facebook , Twitter und Co. finden unter Postings aller Art die angeregtesten Diskussionen zu politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen, religiösen und kulturellen Themen statt. Es wird heftig gestritten, ruhig informiert, sachlich und emotional diskutiert, offen angefeindet, vom Thema abgeschweift, präzise definiert, sich gegenseitig berichtigt und persönlich beleidigt.
Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz des Justizministers Heiko Maas (SPD) geht gegen Inhalte und Diskussionen vor, die zu weit gehen. Das am 01. Januar 2018 in Kraft getretene Gesetz verpflichtet Facebook und Co. „offensichtlich rechtswidrige Inhalte“ wie Volksverhetzung oder Anleitung zu schweren Straftaten innerhalb von 24 Stunden zu löschen. Sollten die Unternehmen ihren Lösch- bzw. Sperrpflichten nicht nachkommen, drohen Bußgelder bis zu 50 Millionen Euro.

Der Versuch einer politischen Diskussion mit verteilten Rollen und Meinungen, zitiert aus Kommentaren aus dem Netz.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Facebook
Total
1
Shares

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*